Sprachreisen und warum du dich weiterbilden musst

Die beste Voraussetzung, um sich unbeschwert in einem fremden Land zu bewegen und mit den einheimischen Menschen in Kontakt zu kommen, ist die Sprache dieses Landes mehr oder weniger zu beherrschen. Ein guter Einstieg bei einem längeren Aufenthalt in einem Teil der Erde, deren Sprache man nicht perfekt spricht, ist deshalb der Besuch einer Sprachschule vor Ort.

Je nach Land ist dieses Vorhaben nicht ganz günstig. Ein Sprachaufenthalt erleichtert jedoch den Start im Ausland, da die erste Zeit strukturiert und organisiert abläuft. Er bietet weiterhin Gelegenheiten, um Kontakte auch zu Einheimischen zu knüpfen und vielleicht sogar einen Reisepartner für die „Zeit danach“ zu finden. Zudem gibt das neu erreichte Sprachlevel eine gewisse Sicherheit für die weitere Reise. Durch das Besuchen der Sprachschule vor Ort wird die Sprache schneller und effizienter gelernt, als zu Hause in einem Sprachkurs. Da man auch in der Freizeit, mit anderen Studenten oder in der Gastfamilie automatisch in der Fremdsprache kommuniziert, ist der Lernerfolg überdurchschnittlich hoch.

Einen Sprachschulaufenthalt kann man sich als einen zeitlich begrenzten Sprachkurs im Zielland mit einer definierten Anzahl Unterrichtsstunden pro Tag vorstellen. Meist wird ein vielseitiges Freizeitprogramm angeboten, welches je nach Schule auch im Preis inbegriffen sein kann. Traditioneller Weise wohnt man während dieser Zeit in einer Gastfamilie. Aber auch andere Unterkünfte, zum Beispiel zusammen mit anderen Studenten oder in einem separaten Appartement, sind in der Regel möglich.

Einen Sprachschulaufenthalt bucht man über eine entsprechende Organisation.

Einen Sprachaufenthalt bucht man über eine entsprechende Organisation. Man erhält eine kompetente Beratung bezüglich Art und Umfang der Sprachkurse und hat außerdem die Möglichkeit die Unterkunft gleich mit zu buchen.

Sprachkurs

In der Regel werden Standardkurse mit ca. 20 Stunden pro Woche, welche jeweils vormittags stattfinden, und Intensivkurse mit bis zu 30 Stunden pro Woche angeboten. Wie lange man an diesen Kursen teilnimmt, hängt von einem selbst ab: Je nach Sprachniveau, welches man erreichen möchte, der zur Verfügung stehenden Reisezeit oder dem Budget entscheidet sich, ob es sich um Wochen oder Monate handeln wird. Die empfohlene Mindestlänge ist zwei Wochen, jedoch gibt es auch Kursorte, an denen die Teilnahme ab einer Woche möglich ist. Grundsätzlich sind keine Vorkenntnisse notwendig und in der Regel ist ein Anfänger nach vier bis acht Wochen mit einem guten Grundwortschatz ausgestattet.
Sprachschulen im Ausland sind auf Erwachsene aller Altersklassen ausgerichtet. Das bedeutet, dass das Mindestalter in der Regel 18 Jahre ist. In einigen Ländern sind Teilnemer ab 16 oder 17 Jahren zugelassen. Für Schüler gibt es bei den Organisationen separate Angebote.
Unter bestimmten Umständen kann der Sprachaufenthalt auch als Bildungsurlaub beantragt werden.
Ablauf
In den meisten Sprachschulen beginnt jeden Montag ein Sprachkurs, so dass man sehr flexibel einsteigen kann. Als erstes unterzieht man sich einem Einstufungstest, auf dessen Grundlage man in ein geeignetes Level eingeteilt wird. Der Test beinhaltet häufig einen Multiple Choice Teil sowie ein kurzes Interview, in welchem man sich kurz vorstellt.
Die Klassen haben eine durchschnittliche Teilnehmerzahl von 12 Personen. Jedoch wird auf Wunsch auch Einzelunterricht angeboten. Während des Unterrichts wird, abgesehen von den Einsteigerkursen und angepasst an das Level, ausnahmslos in der Landessprache gesprochen.
Teilweise werden zwischendurch angekündigte Tests in schriftlicher oder auch Dialogform zum vermittelten Wissen durchgeführt. Am Ende ihrer Sprachreise erhalten alle Schüler ein Zertifikat der Schule über die erfolgreiche Teilnahme am Sprachkurs.

Unterkunft

Es ist empfehlenswert die Unterkunft für die Zeit des Sprachaufenthaltes ebenfalls über die Organisation zu buchen. Je nach Vorliebe stehen neben Gastfamilien und Studentenresidenzen teilweise auch Hostels oder sogar Studios zur Auswahl. Der Lernerfolg des Sprachaufenthalts ist in einer Gastfamilie am höchsten, denn es gibt kaum eine einfachere Möglichkeit, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Einen ausführlichen Bericht zum Wohnen in der Gastfamilie ist hier zu finden.
Auch in Studentenunterkünften, in welchen man mit Sprachschülern aus der ganzen Welt zusammenlebt, können die Sprachkenntnisse nach dem Unterricht aktiv angewandt werden. Zwar profitiert man nicht von Muttersprachlern, jedoch hat man die Möglichkeit eine einmalige internationale Atmosphäre zu erleben.

Freizeitangebot

Je nach Sprachschule werden unterschiedliche Aktivitäten, welche teilweise im Preis bereits inbegriffen sind, angeboten. Dies können Koch- oder Tanzkurse, gemeinsame Partys oder BBQs, Tagesausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Nähe, die Fahrt zu Sportveranstaltungen oder diverse Sportangebote sein.

Sprachreise als Familie

Eine Sprachreise kann auch ein Abenteuer mit der eigenen Familie werden. Wenn die Kinder bereits Schüler sind, werden alle Familienmitglieder gemäß ihren Sprachkenntnissen in entsprechende Kurse eingeteilt. Natürlich wird in diesem Fall eine gemeinsame Unterkunft organisiert.
Ist das Kind noch klein, muss im Regelfall selbst die Kinderbetreuung organisiert werden, z.B. indem man eine entsprechende Begleitperson mitnimmt. Es gibt jedoch auch einige wenige Sprachschulen, in denen eine Betreuungsmöglichkeit angeboten wird. Als Unterkunft bieten sich ein Appartement oder Studio an, um unabhängig zu sein.
Die Sprachreiseorganisationen beraten und helfen in diesen Fällen, ein passendes Angebot zu finden.

Erfahrungsbericht

Der Auftakt unserer fast einjährigen Weltreise im englischsprachigen Raum war ein einmonatiger Sprachaufenthalt in Sydney und ein einmonatiger Sprachaufenthalt in Noosa, Australien.
Wir haben uns in Sydney für die Kombination Standartkurs mit ausschließlich Vormittagsunterricht und Gastfamilie entschieden. Die Freiheit, am Nachmittag unser Wunschzielland langsam kennen zu lernen und die Metropole und ihr vielfältiges Umfeld zu erkunden, war für uns perfekt. Auch der Austausch mit der Gastfamilie, die uns viele Tipps für die Zeit in Sydney aber auch für die weitere Reise gegeben hat, war genau das richtige. Außerdem erhielten wir so einen hervorragenden Einblick in die Kultur und den Alltag der Einheimischen.
Das Level der Sprachkurse, in welche wir eingeteilt wurden, empfanden wir als eher hoch, so dass wir sehr gefordert waren. Am Ende des Kurses gab es angekündigte Tests, welche in schriftlicher und mündlicher Form durchgeführt wurden.
Die Unterrichtsstunden folgten keinem erkennbaren Lernplan. Es wurden verschiedene Themen behandelt und jeweils Kopien mit Übungsaufgaben ausgeteilt. Um neben dem Unterricht seine Sprachkenntnisse gezielt zu verbessern, standen Sprachlabore mit Multimediaangeboten zur Verfügung.
In unserer Freizeit haben wir an lohnenswerten Tagesausflügen teilgenommen, welche mit einem Reisebus durchgeführt wurden und uns zu verschiedenen Ausflugszielen in der Umgebung brachten. Diese mussten zwar separat bezahlt werden, wurden jedoch auch zu moderaten Preisen angeboten. Sportangebote hingegen waren im Preis inbegriffen und wurden auch rege von den Studenten genutzt.
In Noosa haben wir einen Intensivkurs, welcher auch Nachmittagsunterricht beinhaltete, zusammen mit der Unterbringung in einer Gastfamilie gebucht. Auch dies würden wir wieder so machen, da wir unser Sprachniveau durch den Intensivkurs erheblich anheben konnten und die späteren Nachmittagsstunden zusammen mit den Wochenenden für uns ausreichend waren, um die Gegend zu erkunden und das Leben an der Sunshine Coast zu genießen.
Das Level eines Sprachkurses war, vor allem verglichen mit Sydney, nicht so hoch. Das Wechseln in einen höheren Kurs stelle kein Problem dar. Als sehr gut empfanden wir, dass der Unterricht von einem modernen und ansprechenden Lehrbuch und dazugehörigem Übungsheft begleitet wurde, welche im Preis inbegriffen waren.
Das von der Sprachschule organsierte Freizeitangebot umfasste ebenfalls Sportveranstaltungen, Wanderungen, Themenanlässe vor Ort, wie etwa eine Reptilienshow oder Grillpartys mit der Möglichkeit sich zum Beispiel am Standup Paddling auszuprobieren.
Für uns waren diese zwei Monate der perfekte Einstieg in unser Weltreiseabenteuer und wir würden sie wieder so gestalten. Nach der Sprachschule sind wir mit mehr Selbstvertrauen sowie jeder Menge Ideen für die weitere Reise losgezogen, um Australien für uns zu entdecken.

Diese Familien bewerben sich für Sprachschüler und haben somit Erfahrung und das Interesse auch über euer Land etwas zu erfahren. Falls man doch mit einer Familie nicht klarkommen sollte, gibt es natürlich auch die Möglichkeit zu Wechseln.

Gastfamilien in Australien

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