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Warum einem Japan fasziniert und sprachlos macht

Teil 1: Eine Reise durch Japan ist wie der Besuch eines fantastischen Freizeitparks

Japan hat uns schon immer gereizt. Wir haben in verschiedenen Dokumentationen und Vorträgen seine schöne und vielfältige Natur gesehen und beschlossen, eines Tages dahin zu reisen. Die japanische Kultur, die angenehme Art der Menschen und eine Tierwelt, die unsere Aufmerksamkeit erregte waren abschliessende Argumente für eine Reise durch Japan.

Da unser Sohn mit seinen 3 ½ Jahren alt genug war, um aktiv mit zu erleben und uns somit wieder viele Freiheiten gegeben waren, von welchen wir in den letzten Jahren absehen mussten, haben wir beschlossen Japan im Frühling zu besuchen und dabei die Kirschblüte mit zu erleben.

Natürlich gab es aber auch ein Zögern: Wie sicher ist eine Reise durch Japan hinsichtlich der Radioaktivität? Eine Reise um jeden Preis soll es natürlich nicht werden und immerhin sind wir mit einem Kind unterwegs.

Also haben wir uns im Internet belesen und uns viele unterschiedliche Meinungen angehört. Die staatlichen zerstreuen sofort jeden Zweifel, die von Aktivistengruppen lassen aufhorchen. Letztendlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht in das Kerngebiet und auch nicht in die Nähe davon reisen. Die verbleibende radioaktive Strahlung in Grossstädten wie Tokio ist niedriger, als in einigen Regionen Deutschlands. Zudem wird das japanische Essen immer auf Radioaktivität untersucht, bevor es verkauft oder exportiert wird. Wir haben eine Reise somit für uns als sicher eingestuft.

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Reise kamen uns immer mehr Ideen, welche Orte wir unbedingt bereisen wollten. So entwickelte sich Stück für Stück unsere Reiseroute angefangen von Okinawa ganz im Süden bis hin nach Tokyo im Herzen von Japan. Viele unserer Wünsche konnten wir darin unterbringen, von einigen Attraktionen mussten wir uns jedoch leider schon während der Planung verabschieden. Sei es saisonbedingt, aufgrund der Auswirkungen des letzten Erdbebens oder weil unsere Reisezeit einfach auf 3 Wochen beschränkt war.

Wahrscheinlich sagt man über die meisten Reisen, dass sie vielfältig waren. Für unsere Reise durch Japan lässt sich kaum ein passender Überbegriff finden, da jede unserer Stationen und Erlebnisse auf eine andere Weise intensiv und einzigartig war. Wir haben zum einen Tiere in freier Wildbahn beobachtet und uns von der Millionenstadt Tokio mitreissen lassen. Wir sind mit einem der schnellsten Züge der Welt durch die Landschaft gerast und haben in japanischen Badeanstalten entspannt. Wir haben uralte Tempelanlagen besichtigt und sind mit tausenden anderen Menschen zu den blühenden Kirschblüten gepilgert. Insgesamt fühlt es sich zurückblickend an, als hätten wir unzählige wunderbare Stationen in einem riesigen Freizeitpark durchlaufen.

In Japan reist man wohl am einfachsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum einen erschliessen sie das gesamte Land relativ gut, zum anderen ist es wohl günstiger, als die Maut auf Japans Autobahnen zu entrichten. Und nicht zuletzt gehört es ja wohl zu einem Japanurlaub dazu, auch mal mit dem Shinkansen gefahren zu sein! Unser Sohn hat ebenfalls Gefallen daran gefunden und auch eine Fahrt mit einem Überlandbus zusammen mit anderen Reisenden ist um einiges spannender, als im eigenen Auto über die Autobahn zu juckeln.

Um ein Stück authentisches Japan zu erleben, haben wir uns grössten Teils für AirBnB und BnB- Unterkünfte entschieden. Dies war die richtige Entscheidung, denn es waren in unseren Augen tatsächlich Schmuckstücke dabei und der Einblick in japanische Wohnkultur war prägend. Für Reisen mit Kind empfinden wir es sowieso angenehmer, wenn wir mehr Platz haben, um uns zu entfalten und bei unseren täglichen Ritualen und Gewohnheiten nicht auf andere angewiesen zu sein.

So hatten wir eine intensive und schöne Zeit. Wir haben viel zusammen erlebt und davon möchten wir nun berichten.

Teil 2