Kurios durch Melbourne

Inzwischen sind wir der tropischen Hitze entkommen und im noch recht kühlen Melbourne angekommen. Als wir Samstag Abend hier landeten wurden wir von gerade mal 14 Grad begrüßt.
Da der Flughafen etwas außerhalb der Stadt liegt, recherchierten wir bereits im Vorfeld nach einer Möglichkeit ohne Taxi ins Hostel zu gelangen. Für nur $15 (8 Euro) fanden wir dann auch einen super günstigen Shuttlebus, welcher einen direkt am entsprechenden Ort im Innenstadtbereich abliefert. Kurz vor dem Abflug in Cairns bekamen wir noch eine Nachricht, dass unser Hostel nicht angefahren werden kann, da es nicht direkt im Innenstadtbereich liegt. Egal, klären wir in Melbourne.
Als wir gelandet und aus dem Flughafen herausgetreten waren, steuerten wir sofort unseren vermeintlich schon bereitstehenden Shuttlebus an. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass der Bus für andere reserviert war. Der nette Busfahrer regelte das für uns und nach 20min sollte uns ein schwarzes Auto abholen. Und da kam es auch schon: ein neuer 7er BMW mit schwarz getönten Scheiben und allem technischen Schnickschnack ausgestattet. Wow, ist der wirklich für uns?
Die komfortable Fahrt mit dieser schwarzen Limousine durch das nächtliche, hell erleuchtete Melbourne war wie im Film. Ein super Auftakt!
Nach einer halben Stunde Fahrt steuerte der Fahrer eine Straßenbahnhaltestelle an, welche günstig für uns liegen sollte. Die entsprechende Straßenbahn fuhr uns dann dummerweise kurz vor der Nase weg, aber unser Fahrer meinte: die kriegen wir! Mit Vollgas hinterher und vor ihr reingeschnickt holten wir sie tatsächlich ein und schafften sie. Was für eine Fahrt!
Da wir beim ersten inneraustralischen Flug $150 für Übergepäck zahlen mussten, dachten wir uns, als Fracht könnte es günstiger sein. Also gaben wir die Hälfte unseres Gepäcks einem Reisebusunternehmen mit, was uns letztendlich nicht einmal halb so viel kostete wie mit dem Flieger. 3 Tage später könnten wir dann unser Gepäck dann in Melbourne wieder in Empfang nehmen. Soweit zur Theorie. Die Realität so aus, dass wir sehr zeitig und ohne Frühstück durch die Stadt zum Busterminal reisten um festzustellen, dass der ankommende Bus unser Gepäck nicht dabei hat Der Grund war, dass der Anschlussbus in Brisbane nicht geschafft wurde. OK, dann probieren wir es halt ein Tag später nochmal.
Der Busfahrer bot uns anschließend aber an uns zum Hostel zu fahren. Eine Privatfahrt mit dem riesigen Reisebus durch die Stadt: warum nicht? Und es war eine richtige nette Fahrt, er erzählte uns wirklich viel, manchmal zu viel. Am Ende gab er uns alle seine Telefonnummern, die er besaß (bis Mitternacht können wir Niel jederzeit anrufen) und Ausflugstipps für die Umgebung. Es war nicht das erste Mal, dass wir so eine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft hier erlebten.