aharen beach japan

Aharen Beach

Teil 4: Ein Paradis mit Makeln

Wer auf Okinawa weilt, wird mindestens einen Ausflug zu den Kamera Islands unternehmen. Je nachdem, ob man sich für das Schnellboot oder die Fähre entscheidet, ist man in 1 oder 2 Stunden Vorort.

Der Transport an Land ist mit Bussen recht gut organisiert. Diese fahren regelmässig und bringen die Besucher auf einer interessanten Fahrt durch das landwirtschaftlich genutzte Innere der Insel auf die andere Seite mit ihren bekannten Stränden. Dort wartet ein verschlafener Ort mit vielfältigen Angeboten auf die Touristen.
Bei unserer Ankunft regnet es. Um das beliebte Korallenriff dennoch zu bestaunen, entscheiden wir uns, mit dem «U-Boot» durchs Riff zu fahren, welches unweit der Aharen Beach ablegt. Zum Boot werden alle Interessenten in wenigen Minuten mit einem kleinen Bus transportiert. Das Unternehmen scheint ein Familienbetrieb zu sein: während Sie die Touristen begleitet, steuert Er das Schiff. Dieses ist so konstruiert, dass die Besucher unten im Rumpf desselbigen sitzen, welcher durch viele grosse Fenster unmittelbar die Sicht auf den Meeresboden frei gibt.

Die Fahrt geht entlang des Korallenriffs. Zur Bestimmung der gesichteten Fische hängen Übersichtskarten bereit. Während unten vom Rumpf aus bunten Fische bestaunt werden, hält man oben auf dem Boot bereits Ausschau nach dem Highlight einer jeden Bootsfahrt: Wasserschildkröten. Auch wir haben Glück und erhaschen, wenn auch nur sehr flüchtig, einen Blick auf eines dieser gepanzerten Reptilien.

Zwischen schönster Natur gibt es immer wieder traurige Schandflecken: In den Dünen wurde vor einigen Jahren offensichtlich ein Schwimmbad gebaut. Inzwischen ist dies geschlossen und wurde sich selbst überlassen. Zudem baut man generell gern mit unverputztem Beton. Dieses Baumaterial haben wir auf unserer Reise an den unpassendsten Orten vorgefunden. Die Natur in Japan ist unfassbar schön, leider darf man sich aber oft nicht zu genau umschauen.

uboot zanami insel

Wie auch weltweit an anderen Orten, ist die Unterwasserlandschaft leider nicht mehr so recht intakt. Viele Korallen sind schon abgestorben und man hat nur noch vage Vorstellungen davon, wie prachtvoll und atemberaubend es hier unten einmal gewesen sein muss. Nichtsdestotrotz sind wir hingerissen von den vielen farbigen Fischschwärmen, welche sich um die Korallen tummeln! Als wir das Boot wieder verlassen, hat es aufgehört zu regnen und die Sonne schaut schüchtern zwischen den Wolken hervor. Es ist Zeit in eines der zahlreichen ansässigen Restaurants einzukehren, um anschliessend den Strand, das Meer und das Riff im Sonnenschein zu geniessen.

Worauf ich mich schon seit Wochen freue, ist das Schnorcheln im Riff, was man hier vom Strand aus tun kann. Im Ort kann man neben Booten und Standup Paddling- Ausrüstung auch das Zubehör zum Schnorcheln ausleihen. Also hole ich mir für den Nachmittag Flossen, Taucherbrille und Schnorchel und begebe mich auf Entdeckungstour der Unterwasserwelt vor der Aharen Beach.

Das Gefühl, vom Strand aus schnorcheln zu gehen, ist fantastisch und tatsächlich auch ein Grund dafür, warum ich unbedingt hierherkommen wollte! Sobald man den Blick unters Wasser richtet, ist man in einer völlig anderen Welt, welche einen sofort in seinen Bann zieht: Schnell entdeckt man die ersten farbigen Fische und folgt ihnen, um zu sehen, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt und das Riff da drüben habe ich ja auch noch nicht gesehen… Schnorcheln ist für mich immer ein ganz spezielles Erlebnis, denn auf eigene Faust die sonst dem Auge verborgene Welt für sich zu entdecken ist irgendwie magisch. Leider bestätigt sich beim Schnorcheln der Eindruck vom Unterwasserboot: Es macht sehr traurig zu sehen, dass all die Korallen inzwischen abgestorben sind. Kaum auszumalen, was dies einmal für ein besonderer Ort gewesen sein muss, als diese Unterwasserwelt noch am Leben war! Aber es scheint, als machen hier alle einfach weiter, als ob nichts passiert wäre…

Der Aharen-Strand an sich ist auch wirklich wunderschön. Während man vor sich das das azurblaue Meer liegen hat, wird der Strand hinten von üppigem dichten Palmenwald begrenzt. Die Kontraste zum herrlich weissen Sand sind fantastisch. Ein einmalig schöner Ort, um bei blauem Himmel und Sonnenschein zu verweilen. Unweit des Strandes gibt es einen kleinen Aussichtsturm. Die Aussicht lohnt ich, denn man kann das Riff in seinen vollen Ausmassen von oben sehen, genauso wie die die Bucht umgrenzende grünen Hügelkette.

zanami insel

Zwischen schönster Natur gibt es immer wieder traurige Schandflecken: In den Dünen wurde vor einigen Jahren offensichtlich ein Schwimmbad gebaut. Inzwischen ist dies geschlossen und wurde sich selbst überlassen. Zudem baut man generell gern mit unverputztem Beton. Dieses Baumaterial haben wir auf unserer Reise an den unpassendsten Orten vorgefunden. Die Natur in Japan ist unfassbar schön, leider darf man sich aber oft nicht zu genau umschauen.

Teil 3
Teil 5