Great Ocean Road – Traumstrasse am Meer

Auf dem Weg von Melbourne nach Adelaide fährt man für einige hundert Kilometer auf einer der schönsten Straßen der Welt: der Great Ocean Road.
Neben tollen Aussichten auf spektakuläre Steilküsten und wunderschöne Strände erwarten einen auf dieser Strecke so einige Höhepunkte.Der erste ist der Ort Torquay, der eigentliche Beginn der Great Ocean Road. Torquay ist die Surf-Metropole Austaliens, an der nahe gelegenen Bells Beach kann man stundenlang fasziniert die Surfer in Meter hohen Wellen beobachten. Nur wenige Tage nach uns fand hier einer der Surfwettbewerbe der Weltklasse statt.

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Ein weiteres Muß auf der Great Ocean Road ist der Ort Anglesea. Eigentlich sind Golfplätze in Australien ja alles andere als außergewöhnlich. In Anglesea hingegen locken die Golfplätze täglich unzählige Besucher an. Jedoch nicht um darauf zu spielen, sonder um die Heerscharen an Kängurus zu bestaunen, die darauf grasen. Es scheint, als wäre die wirkliche Herausforderung hier kein Känguru mit dem Ball zu treffen.

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 Und auch sonst hat die Traumstraße am Meer noch mehr zu bieten wenn es ums Thema Wildlife geht. Wie schon die drei eigenartigen Koalas mit Surfbrett am Parkplatz andeuten, gibt es in Kennett River jede Menge Koalas in den Bäumen zu entdecken. Das besondere daran ist, dass es sich hierbei eigentlich um einen Campingplatz handelt.

Die Erfahrung unter Koalas zu Schlafen und zu Frühstücken hatten wir dann im Otway National Park. Direkt vor unserer Bungalowtür hoch in den Bäumen turnte schon der erste wuschliche kleine Beutelbär. Gespannt konnten wir seine Vorstellung in atemberaubender Höhe verfolgen, als er sich aus Versehen auf einen etwas morschen Ast setzte und dieser daraufhin abbrach. Erstaunlicher Weise lies sich der Koala davon aber nicht aus der Ruhe bringen.
Neben hübschen Ortschaften am Meer mit schönen Häfen und Ständen gab es auch jede Menge kleine Wanderungen sowohl im Regenwald als auch durch Dünenlandschaften und entlang von Steilklippen, welche die Great Ocean Road zu einem echten Erlebnis machten.

papagei
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echidna

Bevor es zu einem der landschaftlichen Highlights, den 12 Aposteln ging, haben wir auf der Landkarte entdeckt, dass es einen Point Ronald gibt. Dieser war selbstverständlich sofort als einer der Tagesordnungspunkte gesetzt. Zwar war er nicht ganz problemlos zu finden, da er nicht so gut ausgeschildert war, wie die touristischen Höhepunkte, aber dafür war es ein echtes Erlebnis und hat sich auch wirklich gelohnt! Dass er sage und schreibe von den 12 Aposteln aus nur um die Ecke liegt, spricht quasi für sich.

Die 12 Apostel an sich (die ja leider nur noch zu 8t sind) waren wirklich spektakulär. Wahnsinn, wie die Felstürme im brausenden Meer stehen und es ja wirklich nur noch eine frage der Zeit ist, bis der nächste den Wellen zum Opfer fällt. Der Anblick war wirklich toll, natürlich haben wir uns auch den Sonnenuntergang nicht entgehen lassen. Noch mehr versprochen haben wir uns zwar vom Sonnenaufgang, für welchen wir uns zu unmenschlichen Zeiten aus dem Bett gequält hatten, leider versank die Sonne jedoch in den Wolken, nur kurz nachdem sie aufgegangen war. Dafür wurden wir jedoch mit einem doppelten Regenbogen direkt hinter den Aposteln belohnt. Und ist ja fast noch mehr wert!

Da sowohl Thomas als auch wir noch lange nicht genug australisches Wildlife gesehen hatten, folgten wir einem echten Geheimtipp aus unserem Reiseführer. In der Nähe von Warranbool ist das Game State Reserve, ein alter Krater in welchem so ziemlich alle typisch australischen Tiere quasi in freier Wildbahn leben. Gleich am Picknickplatz, wo wir unser Auto abstellten, kamen uns 2 Emus entgegen. Wahnsinn, die hatten wir noch nie in der Natur gesehen! Als wir ihnen ein Stück mit unserer Kamera folgten, kamen wir zu einem Eukalyptusbaum, auf welchem gleich mal 3 Koalas saßen. Für unser Tageshighlight sorgte Thomas, der schon die ganze Reise über ein sehr gutes Auge für Wildlife bewies: ein Echidna, welcher ganz geschäftig mit seiner Schnabelnase den Erdboden durchackerte. Er lies sich auch nicht stören, als wir nur noch 2m neben ihn standen. Es war wirklich unglaublich diesen eigenartigen Tier aus nächster Nähe bei seiner Arbeit zu zuschauen.
Grundsätzlich war es ganz egal, wo wir an der Great Ocean Road hielten. Überall erwarteten uns tolle Landschaften oder hübsche kleine Orte und es gab immer etwas zu entdecken. Sei es ein Hafenbecken, was aufgrund von verschiedensten Fischen und Meter grossen Rochen mit jedem Aquarium mithalten kann oder ein besonderer Aussichtspunkt über die Great Ocean Road. Wir haben das sehr genossen und hatten nicht zuletzt deswegen eine richtig tolle Zeit, weil wir dieses Stueck unserer Reise mit Begleitung gereist sind

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