Gefährliches Strandgut – Phosphor statt Bernstein

Gerade an stürmischen Tagen zieht es viel Strandliebhaber raus, um zu schauen, was das Meer alles angespült hat. Die Profis haben sich extra ein spezielles Werkzeug mitgebracht, um im Strandgut nach Stücken des beliebten honiggelben fossilen Harz zu suchen: gemeint ist Bernstein.

Die Wahrscheinlichkeit ein Stückchen zwischen Muscheln und Seegras zu finden, ist nach etwas Wellengang gar nicht so schlecht. Mit etwas Geduld und ein klein wenig Glück kann man einen hübschen kleinen Schmuckstein als Urlaubssouvenir mit nach Hause nehmen.

Bernsteinfunde niemals in der Hosentasche aufbewahren

Um das Glück beim Sammeln von Strandgut nicht zu trüben, ist auch Vorsicht geboten. Vor allem auf Usedom kann es in seltenen Fällen dazu kommen, dass kleine Klumpen Phosphor aus alten Brandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg angespült werden. Diese Phosphorklumpen weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit Bernstein auf und können sehr leicht verwechselt werden. Das gefährliche daran ist, dass sich Phosphor, sobald seine Oberfläche trocknet, bei Körpertemperatur selbst entzündet. Da dies bei Sammlern zu schweren Verbrennungen führen kann, ist dringend dazu zu raten, seine Schätze nicht in der Hosentasche, sondern beispielsweise in einem Marmeladenglas aufzubewahren