Füge buchen – wer flexibel ist, kann Geld sparen

Preisvergleich online

Die Zeiten, in denen Flüge im Reisebüro gebucht werden müssen, sind vorbei. Es gibt diverse Portale, welche es einem leichtmachen, den passenden Flug zu finden und verschiedene Optionen zu vergleichen.

Erfahrungsgemäß sind die Preisunterschiede zwischen den Metasuchmaschinen nicht all zu groß, da sie letztendlich auf dieselben Daten zugreifen. Oft unterscheiden sie sich sogar nur in der Kreditkartengebühr, was jedoch einen zweistelligen Betrag ausmachen kann. Einige Portale geben diese erst unmittelbar vor der Bezahlung preis.

Deshalb empfehlen wir, maximal zwei Metasuchmaschinen zur Suche einzusetzen. Wir benutzen skyscanner.de und momondo.de oder google.de/flights.

Zusätzlich zu Flügen, können über diese Portale auch Hotels und Autos gesucht, verglichen und gebucht werden.

Flugroute

Neben Ankunfts- und Zielorten bieten die Portale die Möglichkeit, Ankunfts- oder Zielland einzugeben. Wird beispielsweise ein Flug von Dresden nach Zürich gesucht, lohnt es sich, als Ziel die Schweiz anzugeben. Das Land ist nicht gerade groß und so liegen die Flughäfen Basel und Zürich nicht weit auseinander. Ebenso funktioniert die Eingabe „Dresden-Zürich mit Umkreissuche“. Schnell sieht man, ob es einen großen Preisunterschied oder eine bessere Flugzeit zwischen den Zielen Basel und Zürich gibt.

Vorsicht ist geboten, wenn eine Stadt zwei Flughäfen hat. Unter Umständen liegt einer davon (meist der günstigere) so weit außerhalb, dass es einiges an Geld und vor allem Zeit kostet, die eigentliche Zielstadt tatsächlich zu erreichen.

Der Preisunterschied zwischen den einzelnen Flughäfen kommt durch die dort erhobene und auf das Ticket umgeschlagene Gebühr zustande. So sind London und Paris beispielsweise recht teure Flughäfen während Istanbul oder Abu Dhabi eher günstig sind. Innerhalb Deutschlands lohnt es sich jedoch nicht auf derartige Unterschiede zu achten, da diese marginal sind.

Falls nur ein Direktflug in Frage kommt, kann die Suche auch auf diesen begrenzt werden. Das Ergebnis liefert dann nicht den günstigsten Flug, sondern den günstigsten Direktflug. Insbesondere bei Langstrecken lassen sich mit dieser Option unterschiedliche Möglichkeiten vergleichen, da nicht jede Airline Direktflüge anbietet.

Auch wenn kein Rückflug benötigt wird, sollte man die Option prüfen, diesen Flug mit zu buchen. Vor allem bei Langstrecken kostet der sogenannte Roundtrip teilweise weniger als die Hälfte des einzelnen Hinfluges. Dies funktioniert genauso bei sogenannten Gabelflügen: Dabei ist der Zielflughafen des Hinfluges nicht der Startflughafen des Rückfluges oder umgedreht.
Besonders günstig sind Hin- und Rückflüge, wenn zwischen ihnen mehrere Tage oder sogar ein Wochenende liegt.
Viele gehen inzwischen zur Praxis der Überkreuzbuchung über. Dabei werden zwei Hin- und Rückflüge unter Berücksichtigung des Wochenendes gebucht, wobei jeweils nur der Hinflug angetreten wird.

Jedoch Vorsicht: wird eine Teilstrecke eines Langstreckenfluges nicht angetreten, kann die Airline alle noch folgenden Flüge verfallen lassen. Dies gilt insbesondere, wenn ein Flug mit Zubringerflug gebucht wurde, weil dieser günstiger ist, als der Linienflug an sich. Mindestens ist jedoch damit zu rechnen, dass man im Nachhinein auf das teurere Ticket (ohne Zubringerflug) hochgestuft wird und nachzahlen muss.

Flugzeit

Die Portale bieten die Möglichkeit, statt einem konkreten Datum den Flugmonat auszuwählen. Diese Option ist hilfreich, wenn man an keine bestimmten Flugtage gebunden ist. Schnell wird ersichtlich, an welchem Tag des Monats der Flug am günstigsten ist.

Je früher man bucht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, günstige Flüge ergattern zu können. Das Prinzip ist genau wie bei der Bahn: Sind die Kontingente an Sparangeboten weg, kommt der nächst höhere Tarif.
Gerade bei den sogenannten Billigairlines sowie bei Geschäftsreisezielen ist dies deutlich zu spüren. An begehrten Reisetagen können die Sparangebote bereits Monate im Voraus ausverkauft sein.
Pendler gehen oft soweit, dass sie ein Jahr im Voraus diverse Flüge kaufen. Da der Preis noch so niedrig ist, fällt die Entscheidung nicht schwer, den ein oder anderen Flug am Ende gar nicht anzutreten.
Lediglich bei Pauschalreisezielen hat der Mythos der Last-Minute-Angebote teilweise noch Bestand. Da die Tickets hier von den Veranstaltern rausgegeben werden, gibt es die Möglichkeit Restbestände für einen günstigen Preis kurz vor dem Abflug zu erwerben.

Wie bereits erwähnt, gibt es begehrte Flugtage. Ähnlich wie bei der Bahn sind Freitag, Samstag und Sonntag typische Anreise und Abreisetage und deshalb meist teurer als Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.
Zudem gibt es Tage im Jahr, an denen nicht viele Leute fliegen wollen. Es kann der 11.September, der 24. oder 31.Dezember oder ein Freitag der 13. sein.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wer flexibel ist, kann somit relativ viel Geld sparen.

Nicht nur für den Flug, auch für die gesamte Reiseplanung ist es sinnvoll, Feiertage im Zielland zu berücksichtigen. Auch wenn ein günstiger Flug gefunden wurde, könnten Hotelübernachtungen oder Mietautopreise höher sein, als sonst.

Tipps und Tricks

Grundsätzlich gilt: Der Preis, den man für einen Flug bezahlen muss hängt hauptsächlich von der eigenen Flexibilität abhängt. So können günstige Flüge gefunden werden, wenn man an kein spezielles Datum gebunden, wobei dies Tickets dann auch am wenigsten flexibel sind, wenn es ums Umbuchen geht.

Nachdem man sich für einen Flug entschieden hat, kann man zur Sicherheit nochmal direkt auf der Airline Seite schauen. Manchmal bietet die Airline selber den Flug noch günstiger an. Dies hängt damit zusammen, dass die Portale nicht direkt bei den Airlines scannen, sondern die Flüge über spezielle Börsen gehandelt werden.
Es kann jedoch auch dann sinnvoll sein, direkt bei der Airline zu buchen, wenn der Flug dort nicht günstiger ist als die Metasuchmaschinen. Die Airlines haben in der Regel einen bedeutend besseren Kundenservice und eventuell sogar ein Büro im Zielland. Im Fall von Komplikationen kann das ein sehr großer Vorteil sein, da man dorthin verwiesen wird, wo das Ticket gebucht wurde.

Steht das Reisedatum noch nicht definitiv fest oder kann sich noch ändern, muss dieser Umstand kein Grund dafür sein, auf das frühe Buchen zu verzichten. Unter Umständen ist die Umbuchungsgebühr für das Ticket günstiger, als ein später gebuchter Flug.
In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline kann man sich im Voraus über die Höhe der Gebühr informieren. In den Ticketbedingungen muss nachgelesen werden, ob das Ticket tatsächlich umbuchbar und wie lange es gültig ist. Teilweise ist der Aufenthalt vor Ort nämlich auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

Für spontane Reisende könnten Error Fares interessant sein. Bei Error Fares handelt es sich um Eingabefehler beim Preis für einen Flug. Tickets werden zum Beispiel aufgrund eines Kommafehlers für 100€ statt 1000€ angeboten. Diese Angebote stehen nicht lange zur Verfügung, da heißt es schnell zu sein! Um schnell über auftretende Error Fares informiert zu werden, kann man sich auf Portalen wie www.flyertalk.com auf dem Laufenden halten.
Zur Buchung gehört jedoch auch etwas Glück, denn die Garantie, dass man den Flug auch tatsächlich zum angegebenen Preis buchen kann, hat man nicht. Sobald man jedoch die Buchungsbestätigung der Airline in den Händen hält, kann man sicher sein, einen guten Deal gemacht zu haben.
Die größte Wahrscheinlichkeit auf Erfolg hat man sicher bei der Bezahlung via Kreditkredite. Hier wird der Betrag sofort abgebucht und die Bestätigung folgt unmittelbar.
Grundsätzlich haben diese Tickets Gültigkeit, sobald mindestens ein Betrag von 0,01 € darauf steht. Jedoch kommt es vor, dass Airlines Flüge aufgrund zu extremer Error Fares canceln.

Wer den Flieger verpasst oder aus sonstigen Gründen den Flug nicht angetreten hat, kann die Steuern und Gebühren zurückerstattet bekommen. Hierbei ist jedoch abzuwägen, ob man die dafür teilweise horrenden Bearbeitungsgebühren in Kauf nehmen möchte. Außerdem haben die Airlines inzwischen das Recht, nachträglich auf das teurere One-Way-Ticket hoch zu stufen. Meldet man sich hingegen gar nicht bei der Airline, passiert in der Regel nichts.

Billig-Airline

Billig-Airline heißt nicht, dass an der Sicherheit gespart wird. Oftmals sind die Flugzeuge sogar neueren Datums und die allgemeinen Sicherheitsstandards müssen von jeder Airline gleichermaßen eingehalten werden.

Die niedrigen Preise können Billig-Airlines anbieten, weil sie oft zu „ungünstigen“ Zeiten fliegen, an denen die Flughafengebühren geringer sind. Meist haben sie zudem nur einen Flugzeugtyp in ihrer Flotte, was die Wartung einfacher und effizienter gestaltet. Billig-Airlines haben weniger Mitarbeiter und eine schlankere Unternehmensstruktur. Das Konzept ist weiterhin, dass Überflüssiges aus dem Flugpreis eliminiert wird und vom Fluggast bei Bedarf separat dazu gekauft werden muss. So sind Mahlzeiten oder Snacks genauso wenig im Preis enthalten, wie eine Sitzplatzwahl. Auch für Mehrgepäck zahlt man teilweise etwas mehr und ein Entertainmentsystem gibt es oft auch nicht oder die Benutzung ist ebenfalls extra zu bezahlen. Wenn man sich auf diese Punkte von vornherein einstellt, sind sie absolut kein Hindernis am angenehmen Flugerlebnis.

Der Vorteil von Billig-Airlines ist somit ganz klar der unschlagbare Preis. Zudem sind sie nur selten von Streiks betroffen. Jedoch fliegen sie bis auf wenige Ausnahmen keine interkontinentalen Strecken.

Fliegen im digitalen Zeitalter

Um nach Flügen zu suchen kann man sich natürlich die Apps von skyscanner oder momondo herunterladen.

Ob der Flug nun per Smartphone oder am PC gebucht wurde: Der frühzeitige Online Check-In ermöglicht am Flugtag Zeit zu sparen. Nach der Ankunft am Flughafen kann man sich, falls kein Gepäck aufgegeben werden muss, direkt zum Sicherheitscheck begeben.

Auch das Problemen des zu Hause liegen gelassenen Tickets gehört der Vergangenheit an. Da wohl kaum noch jemand ohne seinem Smartphone verreist, ist es empfehlenswert, den Boardingpass gleich darauf zu laden. Am bequemsten geht das entweder mit der App der jeweiligen Airline oder zum Beispiel dem integrierten Passport beim iPhone.

Wer häufiger fliegt, als einmal im Jahr auf eine europäische Urlaubsinsel, dem seien Meilenprogramme empfohlen.

Jede Airline-Allianz bietet ein Vielfliegerprogramm an, mit welchem man sogenannte Meilen sammeln kann.

Die Meilen lassen sich am Ende für Upgrades, Flüge oder sonstige Prämien eintauschen.
Meilen können nicht nur beim Fliegen, sondern auch beim Mieten eines Autos, bei Hotelaufenthalten oder beim Bezahlen mit der optional dazu buchbaren Kreditkarte gesammelt werden. Zudem gibt es diverse Aktionen, bei welchen besonders viele Meilen gesammelt werden können.