Perle im Osten der Schweiz: das Engadin

Ich mag das Engadin am liebsten im Herbst. Eigentlich ist es das ganze Jahr über schön dort. Aber im Herbst machen es die vielen Lärchen nochmal zu etwas ganz Besonderem: Bis der erste Schnee von den Bergen herunterkommt, leuchten sie in ihrem gelben Kleid mit der Sonne um die Wette. Oder auch ohne sie, sollte es mal bewölkt sein.

Unser diesjähriger Wochenendausflug in die Westschweiz führte uns nach Mathon. Die kleine Gemeinde liegt reichlich 1500m hoch und ist ein wunderschöner Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen in dieser atemberaubend schönen Natur.

Eigentlich war das Ziel unserer Wanderung mit zwei 2 und 4 Jahre alten Kindern der Libi-See. Offensichtlich haben wir an einer Stelle die Wegmarkierung übersehen, so dass wir uns an (Tier)-Pfaden orientierten und dennoch eine wunderbare Wanderung mit toller Sicht auf die umliegenden Berge und das unter uns befindliche Tal mit all den wunderbare gelb-leuchtenden Lärchen geniessen konnten. Die Wanderung durch Bergwiesen, vorbei an freistehenden Ställen oder Heuschobern und letztendlich auch durch dichte Wälder führend, hat auch den Kindern gut gefallen, denn es gab viel zu entdecken.

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Mittags wurde mit dem Camping-Kocher ein Pasta-Gericht gezaubert, bevor es weiter bis in das Örtchen Lohn ging. Hier kann man sich hervorragend im Café bei einer Bündner Nusstorte stärken oder an einer heissen Schokolade aufwärmen, bevor es dem sehr empfehlenswerten Klangwerg entlang oberhalb der Autostrasse zurück nach Mathon geht. Der Klangweg war ein besonderer Höhepunkt für Jung und Alt: an unzähligen Stationen sind teils vertraute, aber auch sonderbare, überraschende oder fantasievolle Instrumente inklusive Beschreibung installiert, deren Benutzung man sich nicht entziehen kann.

mathon graubünden

In Mathon haben wir in der der Pension Laresch hausiert, einer sehr modernen, aber vor allem herzlichen und gastfreundschaftlichen Unterkunft, welche unkompliziert und auf angehnehme Weise tier- und kinderlieb ist. Hier haben wir uns alle sehr wohl und willkommen gefühlt und wurden auch kulinarisch bestens verwöhnt. Falls die bündner Spezialität Capuns gerade nicht auf der Speisekarte steht, sei dennoch empfohlen, sie während des Aufenthaltes in Graubünden zu probieren.

mathon graubünden

Eine Reise ins Engadin um das Leuchten der Lärchen zu erleben, ist ein echter Geheimtipp von uns. Zusammen mit den ersten niedrigen Temperaturen und der Behaglichkeit, wenn man sich im Inneren irgendwo aufwärmen kann, erwecken sie ein ganz besonderes Flair. Wir hatten am ersten Novemberwochenende noch einen wunderbar sonnigen Tag erwischt. Die Erinnerung der wunderbaren gelben Lärchen, welche auf reizende Weise die Wiesen und Felder an den steil abfallenden Hängen verzieren, begleitet uns nun wunderbar durch den sonst so grauen November.

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